|
Dieses Handbuch soll
allen am Thema Heimrauchmelder interessierten Personen eine Unterstützung
bieten.



|
LFR Dr. Otto Widetschek
und Ing. Alfred Pölzl, Graz
Es ist nicht immer leicht, Menschen zu überzeugen. Besonders schwer
wird es, wenn es um die eigene Sicherheit geht. Erschwerend kommt hinzu,
dass Sicherheit in vielen Fällen nicht immer ganz billig ist. Was
jedoch beim gegenständlichen Thema sicher nicht der Fall ist. Das heißt
jedoch noch lange nicht, eine solche Information wäre leicht zu
vermitteln. Genau das Gegenteil ist der Fall. Warum das so ist, wissen
wahrscheinlich selbst Psychologen nicht.
Spätestens nach dieser Erkenntnis müsste man aufgeben. Wie Sie aber
unschwer erkennen können, geht es im Text weiter! Und zwar in einer
solchen Form, dass erkennbar wird, wir werden nicht müde, diese Aufklärungsarbeit
bis zum bitteren Ende fortzusetzen. Und zwar so lange, bis man es schon
nicht mehr hören wird können. Das dürfte aber auch jener Zeitpunkt
sein, da wir uns am Ziel dieser so wichtigen Aktion befinden werden.
WARUM HÖRT NIEMAND ZU ?
Im Gegensatz zu anderen Ländern ist die Verbreitung von
Heimrauchmeldern in österreichischen Privathaushalten sehr gering. Dies
liegt einerseits daran, dass es derzeit noch keine gesetzlichen
Bestimmungen für den verpflichtenden Einbau der kleinen elektronischen
Lebensretter gibt und andererseits ein Großteil der Bevölkerung über
die tödlichen Gefahren des Brandrauchs nicht oder nur unzureichend
informiert ist.
GESETZLICHE SITUATION
In Österreich gibt es derzeit keine gesetzliche Verpflichtung,
Heimrauchmelder im Wohn- oder Bürobereich vorzusehen. In der vor kurzem
verabschiedeten TRVB N 115 „Brandschutz in Wohnhäusern, Büro und
Verwaltungsgebäuden, Teil 1 – Bauliche Maßnahmen“ ist zwar
erstmals in einem brandschutztechnischen Regelwerk dieser Themenkreis
behandelt worden, jedoch hat es nur zu einer Empfehlung des Einbaus von
Heimbrandmeldern gereicht.
Eine Maßnahme, welche vielfach nur als Alibihandlung angesehen und
daher auch in der Feuerwehr-Fachzeitschrift BLAULICHT kritisiert wurde.
Aus diesem Grund hat der Landesfeuerwehrverband Steiermark eine
umfassende Initiative gestartet, welche in diesem sensiblen Bereich zu
einem Umdenken führen soll. So wurde im Zuge der laufenden Novellierung
des Feuerpolizeigesetzes 1985 der Antrag gestellt, den verpflichtenden
Einbau von Heimrauchmeldern in diesem Gesetzeswerk zu verankern.
Da vor allem auch die für das Feuerwehrwesen und den Brandschutz zuständige
Referentin in der Steiermärkischen Landesregierung, Frau
Landeshauptmann Waltraud Klasnic, und andere Persönlichkeiten der
Politik, der Wirtschaft und des Versicherungswesens diese Initiative
unterstützen, kann mit einer positiven Erledigung gerechnet werden.
Dies würde einen Meilenstein auf den Sektor des allgemeinen
Brandschutzes darstellen und könnte auch Vorbildfunktion für andere
Bundesländer besitzen.
IM AUSLAND
Andere Länder, weniger Opfer!
Hintergrund, z.B. in Großbritannien, ist eine gesetzliche Regelung,
nach der ein Rauchmelder pro Etage angebracht werden muss: Nach einer
umfassenden Aufklärungskampagne sind hier ca. 75 % der Haushalte mit
Rauchmeldern ausgestattet, wodurch die Anzahl der Brandtoten (müsste
richtig heißen: Rauchtoten) bis zu 40 % gesunken ist. Auch in den USA
oder Schweden ist der überwiegende Anteil der Haushalte mit
Rauchmeldern ausgerüstet, die auch hier für eine deutliche
Verringerung der Brandtoten sorgen.
Nicht nur eine Frage der Gesetze ...
In Österreich sind Rauchmelder im Haushalt noch nicht gesetzlich
vorgeschrieben. Hier erwartet man, dass allein durch die Aufklärung bei
der Bevölkerung das Bewusstsein für die Brandgefahr entwickelt und die
Notwendigkeit des freiwilligen Einsatzes von Rauchmeldern erkannt wird.
... sondern auch der Einstellung:
Dass in den USA oder Skandinavien Heimrauchmelder so akzeptiert und flächendeckend
eingesetzt werden, liegt nicht nur an den gesetzlichen Regelungen oder
am vermeintlich höheren Gefahrenpotential durch die Verbreitung von
Holzhäusern, sondern vor allem auch an der guten Aufklärung und dem
entsprechenden Bewusstsein bei der Bevölkerung.
Allerdings:
Eine gesetzliche Regelung gibt Klarheit über die Situation und kann
nicht schaden.
Und diejenigen, die sich so etwas nicht vorschreiben lassen wollen,
diese und ähnliche Aussagen wurden schon gehört, können ja gleich in
das nächste Fachgeschäft gehen und sich, bevor es zu einer
gesetzlichen Regelung kommt, mit einigen Heimrauchmeldern eindecken.
AUFKLÄRUNGSKAMPAGNE
Ein weiteres Negativum: Die Gefahren durch den Brandrauch moderner Brände
werden heute von der Zivilbevölkerung meist stark unterschätzt bzw.
teilweise überhaupt nicht erkannt. Gerade auf diesem Gebiete hat sich
jedoch durch neue Bau-, Werks- und Einrichtungsstoffe eine völlig neue
Situation ergeben.
Der Brandrauch ist heute aus mehreren Gründen viel gefährlicher als
noch vor einigen Jahrzehnten.
Wir haben daher über das Redaktionsteam unserer
Feuerwehr-Fachzeitschrift BLAULICHT eine umfassende Informationskampagne
eingeleitet und eine Arbeitsgemeinschaft der Landesfeuerwehrverbände
Steiermark, Kärnten und Tirol gegründet. Unsere gemeinsame
Verbandszeitschrift wird bis zum Florianitag 2002 am 5. Mai und darüber
hinaus eine zentrale Rolle der Information und Schulung spielen. Unterstützt
wird diese Kampagne auch von der „Aktion Sichere Steiermark“, der
Landesinnung der Rauchfangkehrer und den Sachversicherern.
Mit diesem kleinen Handbuch wollen wir Ihnen erstmals ausführliches
Informationsmaterial in die Hand geben, wodurch in der Bevölkerung
kompetente Aufklärungsarbeit über die lebensrettende Wirkung von
Rauchmeldern geleistet werden kann.
80 PROZENT RAUCHTOTE
Von Großfeuern und Brandkatastrophen ist oft die Rede, selten aber von
Rauchkatastrophen. Die meisten Opfer bei einem Brand sterben nämlich
nicht durch Flammeneinwirkung. Es ist der Rauch, durch den sie umkommen.
Die neuen Baumaterialien machen ihn immer giftiger. Manche Toxikologen
behaupten inzwischen, dass er so gefährlich wie ein Kampfgas für den
Kriegseinsatz ist.
Umfassende Statistiken zeigen, dass rund 80 Prozent der Brandtoten heute
bereits Rauchopfer sind. Diese sind vor allem bei Klein- und Mittelbränden
im Wohn- und Schlafbereich (Wohnung, Heim, Hotel etc.) zu beklagen. Die
große Gefahr dabei: Während man dem sichtbaren und lokal begrenzten
Feuer normalerweise leicht entrinnen kann, überfällt der Rauch seine
Opfer blitzschnell und lässt ihnen keine Chance! Einige Atemzüge führen
in der Regel bereits zur Bewusstlosigkeit und zum Erstickungs- bzw.
Vergiftungstod.
GEFÄHRLICHE „RAUCHBOMBEN“
Bei Bränden sind es also in erster Linie die Nebenprodukte des Feuers,
die tödlich auf den Menschen wirken.
Heiße Brandgase, Rauch und Qualm sind fast immer die Todesursache,
bevor die Flammen überhaupt wirksam werden können. Durch die zunehmend
größeren Qualmmengen, die vor allem bei Bränden von
Schaumkunststoffen (z. B. in Polstermöbeln) entstehen können, wird
auch das Panikverhalten von betroffenen Menschen sehr stark geprägt.
Man bedenke, dass bereits 100 Gramm Polyurethanschaum (PU) über 250 m3
Rauch produzieren kann, wodurch eine rund 80 m2 große Wohnung total
verqualmt wird. Eine zehn Kilogramm schwere Schaumgummimatratze aus
einem Kinderbett verwandelt sich in 25.000 Kubikmeter Rauch. Dies
entspricht dem Volumen von etwa 30 Einfamilienhäusern. Unter Einwirkung
von Hitze verwandeln sich also selbst harmlos wirkende Gegenstände in
gefährliche Rauchbomben.
„GIFTCOCKTAIL“
Bei einem Zimmerbrand (der meistens vorliegt) werden Einrichtungsgegenstände
und Ausstattungsstoffe thermisch zersetzt.
Es handelt sich dabei um Holz, aber heute bereits in überwiegendem Maße
um verschiedene Kunststoffe. Der Rauch hat bei modernen Bränden aufgerüstet
und je nach chemischer Zusammensetzung können sich bei der Verbrennung
die unterschiedlichsten Brandgase bilden.
Inzwischen kennt man bereits bis zu 5.000 giftige Bestandteile. In
erster Linie sind hier Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO2) sowie
Blausäure (HCN), in speziellen Fällen jedoch auch Salzsäure (HCl),
Ammoniak (NH3), Schwefeldioxid (SO2) und andere hochtoxische Substanzen,
zu nennen.
Durch das Zusammenwirken dieser Gifte kann es auch zu einer Art
Syndromwirkung auf die im Brandobjekt befindlichen Menschen kommen.
Schon wenige Lungenzüge führen bei einem derartigen „Giftcocktail“
zu schweren Vergiftungen und sogar zum Tod.
GEFÄHRLICHE NÄCHTE!
Des Nachts ist die Gefahr am größten – auch im Brandfall! Dies
belegen die Statistiken ganz eindeutig: Obwohl nämlich nur etwa ein
Drittel aller Brände des nachts ausbrechen, fallen rund drei Viertel
der Verunglückten nächtlichen Bränden zum Opfer! Diese Zahlen
sprechen für sich und sind ein deutlicher Ausdruck der weit
verbreiteten Unterschätzung der Gefahren durch den Brandrauch. Es ist
klar: Menschen, die sich in tiefem Schlaf befinden, können durch gefährliche
Blut- und Nervengifte, wie das Kohlenmonoxid (CO) und Blausäure (HCN),
welche auch nicht mit den Sinnesorganen wahrnehmbar sind, überrascht
werden. Sie entschlummern – meist ohne das Bewusstsein zu erlangen –
sanft ins Jenseits.
DER FEUERTEUFEL IST ÜBERALL!
Brandursachen sind heute äußerst komplex. Der Feuerteufel sitzt
faktisch überall! Er muss nur geweckt, aktiviert werden, dann beginnt
er sein zerstörerisches Werk.
Es sind nicht nur die bekannten Fahrlässigkeiten wie die „letzte
Zigarette im Bett“ oder die in ihrem Gefahrenbewusstsein noch
sorglosen Kinder. Vom Hobbykeller bis in den Dachstuhl finden sich in
jedem Haushalt unzählige potenzielle Brandquellen.
Besonders häufig und auch gefährlich sind jedoch Schwelbrände. Hier
bleibt der Feuerteufel bei seinem heimtückischen Werk lange Zeit
unerkannt und produziert dabei hochgiftigen Brandrauch, der zur tödlichen
Gefahr wird.
BRANDURSACHEN STECKEN ÜBERALL !
Vom Keller bis in den Dachboden, Gefahrenquellen finden Sie überall.
Die ebenso weit verbreitete Ansicht, wenn sich keine Feuerstätte im
Objekt befindet, gibt es auch keine Möglichkeit für eine
Brandentstehung. Schön, wenn es so wäre. Dieser Rahmen reicht hier
nicht aus, um all die Kleinigkeiten aufzuzählen, die zur Katastrophe führen
können. Denken Sie hier nur an einen Küchenbrand. Einen Herd
unbeaufsichtigt zu lassen stellt für den Obersten Gerichtshof eine
grobe Fahrlässigkeit dar.
Genau an jenem Tag, an dem diese Zeilen verfasst wurden, gab es in der
Oststeiermark einen Küchenbrand, der sich auf das gesamte Objekt
ausgedehnt hat und einen Gesamtschaden von ca. € 80.000,– verursacht
hat.
Die Versicherung ist leistungsfrei. Zumindest für den verursachenden
Ehepartner. Gibt es eine grundbücherliche Aufteilung, so wird zumindest
jener Teil des nicht schuldigen Ehepartners ersetzt. Was bleibt, sind im
günstigsten Fall ein Schaden von € 40.000,–. Ist der Verursachende
alleiniger Eigentümer, bleibt ihm der gesamte Schaden von €
80.000,–. Wenn das nicht zum Nachdenken anregt ?
LÖSCHGERÄT
Dies ist faktisch der Grund schlechthin, warum nicht nur der
Heimrauchmelder forciert werden soll, sondern auch automatische Löschgeräte
für die Küche. Auch diese Geräte sind nicht besonders teuer und
verhindern die vorhin geschilderten Katastrophen.
Diese Löschgeräte funktionieren folgendermaßen:
Ein Glaskolben mit 6 cm Durchmesser und 30 cm Länge wird mit einer
Halterung über der Kochstelle montiert. Kommt es nun zu einem Brand,
wird bei einer Temperatur von ca. 90 °C der Glaskolben zerstört und
das Löschmittel tritt aus. Im Umkreis von ca. 1,2 m werden alle Flammen
gelöscht. Durch das Herausschleudern des Löschmittels kann auch
bereits eine in Brand geratene Dunstabzugshaube gelöscht werden.
DAS SICHERE HEIM
Unter diesem Begriff soll eine ganzheitliche Sicherheitsbetrachtung
erfolgen. Gerade das Spezialwissen der Feuerwehren darf nicht brach
liegen. Der Erfahrungsschatz der vielen Einsätze soll doch positiv
verwertet werden. In Beratungsgesprächen können viele Fehler, die gar
nicht als solche erkannt werden, bereits im Keim erstickt werden. All
unsere Bemühungen müssen danach ausgerichtet werden, dem höchsten
Gut, nämlich das Leben, bestmöglich und nach bestem Wissen und
Gewissen zu schützen. Und diese Aufgabe kann man durchaus als Ehre, die
insbesondere den Feuerwehren hier zukommt, verstanden wissen.
Mit dem sicheren Heim ist untrennbar auch die Fluchtwegsituation
verbunden. Kaum jemand macht sich Gedanken, wie und wo man sich im
Brandfall in Sicherheit bringen kann. Hier sollte man sich unbedingt
davon überzeugen, ob der vorgesehene Fluchtweg auch tatsächlich
verwendet werden kann, bzw. welche Hilfsmittel unter Umständen nötig
sind.
In den USA wird den Schülern die Aufgabe gestellt, für die Wohnung
oder das Haus Rettungswegpläne zu zeichnen. Damit wird erreicht, dass
sich auch die Familie mit diesem Thema auseinandersetzt und letztendlich
auch eine Rettungsübung in den eigenen vier Wänden abgehalten wird. Für
den Ernstfall ist dieses Training wahrscheinlich lebensrettend.
Planung des Fluchtweges
Benutzen Sie die Testknöpfe an den Meldern, um alle Bewohner mit dem
Alarmton vertraut zu machen und regelmäßig mit allen Betroffenen
Brandschutzübungen durchzuführen. Legen Sie einen Grundriss an, auf
dem für jeden Bewohner mindestens 2 Fluchtwege von jedem Raum aus
eingezeichnet sind. Kinder neigen dazu, sich zu verstecken, wenn sie
nicht wissen, was sie tun sollen.
Zeigen Sie Ihren Kindern, wie sie entkommen können, wie Fenster geöffnet
werden und wie sie aufgerollte Feuerleitern ohne Hilfe Erwachsener benützen
können. Versichern Sie sich, dass die Kinder wissen, was in einem
Notfall zu tun ist.
Prüfen Sie, ob Rauch oder Hitze an Türen zu spüren ist. Heiße Türen
nicht öffnen! Benutzen Sie einen anderen Fluchtweg. Schließen Sie Türen
wieder hinter sich, wenn Sie das Haus verlassen.
Falls der Qualm sehr dick und schwer ist, kriechen Sie und bleiben Sie
in Bodennähe. Falls möglich, durch ein nasses Tuch atmen oder die Luft
anhalten. Mehr Menschen sterben an Rauchgasvergiftung als an den
eigentlichen Flammen.
Das Gebäude so schnell wie möglich verlassen! Halten Sie sich nicht
damit auf, irgendwelche Gegenstände mitzunehmen. Einigen Sie sich mit
allen Bewohnern auf einen Treffpunkt im Freien. Überprüfen Sie, ob
alle da sind.
MONTAGE VON HEIMRAUCHMELDERN
Um eine Früherkennung eines Brandes zu gewährleisten, ist es
notwendig, dass die Heimrauchmelder auch fachgerecht montiert werden. Es
muss durch die Montage sichergestellt werden, dass im Brandfall der
Brandrauch auch tatsächlich den Melder erreicht. Brandrauch steigt
grundsätzlich immer nach oben, sodass die Rauchmelder auf jeden Fall an
der Decke montiert werden müssen. Um einen ganzen Raum überwachen zu können,
wäre die Anordnung in der Mitte des Raumes ideal. Der seitliche Abstand
zu Wänden darf 50 cm nicht unterschreiten und es sollen die Melder aber
auch nicht weiter als 6 m von Wänden entfernt montiert werden. Die
maximale Überwachungsfläche eines Rauchmelders beträgt ca. 60 bis 80
m2. Als Mindestschutz ist die Montage eines Brandmelders je Geschoss
bzw. je Wohnung am Gang erforderlich.
Da aber Türen geschlossen sein können, dadurch eine Rauchausbreitung
behindert ist und eine Früherkennung eines Brandes in einem anderen
nicht geschützten Raum nicht möglich ist, sollten die Rauchmelder auch
in allen Wohn- und Schlafräumen montiert werden. Nicht sinnvoll ist die
Montage von Rauchmeldern in Küchen oder Bädern, da es hier durch
Wasserdampf und Küchendämpfe zu Täuschungsalarmen kommen könnte.
Hier wäre alternativ ein Thermomelder sinnvoller.
Bei einer Verknüpfung der Melder miteinander besteht die Möglichkeit,
dass nicht nur der Rauchmelder im Brandraum, sondern auch die anderen
gleichzeitig alarmieren und somit Personen in anderen Bereichen des
Hauses alarmiert werden.
Diese Verknüpfung kann entweder über Leitungen, aber auch über Funk
erfolgen. Es besteht letztlich auch die Möglichkeit, den Brandalarm auf
kleine Zentralen weiterzuleiten.
Ein Anschluss an die öffentliche Brandmeldeanlage der Feuerwehr ist
aber für Heimrauchmelder nicht vorgesehen. Hierzu müssten in Österreich
zugelassene Brandmeldesysteme verwendet werden.
EINFACHE BEFESTIGUNGSTECHNIK
Um es den Nutzern möglichst einfach zu machen, werden Heimrauchmelder
auch mit Klebetechnik angeboten.
Dies bringt den Vorteil, dass ein oft mühsames Bohren an der Decke
entfallen kann. Eine Einschränkung besteht nut bei sehr rauen Oberflächen.
Eine Befestigung des Brandmelders mittels des Klebestreifens ohne die
Halterung (direkt auf die Rückseite des Melders geklebt) zu benutzen
erscheint als nicht sehr gut geeignet, da ein Abnehmen des Brandmelders,
z.B. für einen Batteriewechsel, nicht ohne Zerstörung des
Klebestreifens und gegebenenfalls auch des Deckenmaterials möglich ist.
FEUERWEHRNOTRUF
Auch wenn ein Brand unmittelbar entdeckt wird, sollte er zuerst der
Feuerwehr gemeldet und dann gelöscht werden. Es gilt hier die alte
Merkregel: „Alarmieren – Retten – Löschen!“. Die Feuerwehr rückt
lieber einmal umsonst aus, als sie findet einen Großbrand vor, bei dem
sich Dutzende Menschen in Lebensgefahr befinden. Viele Menschen glauben,
dass sie den Einsatz zu bezahlen haben, wenn sie die Feuerwehr rufen.
Wir dürfen Sie beruhigen: Wenn der Notruf nicht missbräuchlich
erfolgt, ist kein Cent zu bezahlen.
|